1. November 2013 von

Hashimoto Thyreoiditis und die Verbindung mit Typ-1-Diabetes

Foto Ultraschall Schilddrüse

Hashimoto Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Durch eine Fehlsteuerung des Immunsystems bildet der Organismus Antikörper gegen das eigene Schilddrüsengewebe. Dadurch lässt die Produktion von Schilddrüsenhormonen nach. Ähnlich wie Typ-1-Diabetes ist auch sie eine Autoimmunerkrankung.

Die Schilddrüsenentzündung zeigt sich mit unterschiedlichen, oft verwirrenden Symptomen von Schilddrüsenfehlfunktionen und anderen Auffälligkeiten. Im Gegensatz dazu ist Morbus Basedow auf eine reine Schilddrüsenüberfunktion zurückzuführen. Bis heute kennt man die genaue Ursache für Hashimoto nicht.

Symptome von Hashimoto Thyreoiditis

Die Krankheit zeigt sich mit Muskel- und Gelenkschmerzen, Muskelverhärtungen und Hautveränderungen. Die Schleimhäute können trocken sein, die Stimmung durch hormonelle oder immunologische Veränderungen sehr schwankend. Auch neurologische Symptome wie Schwindel und unsicherer Gang treten auf. Der Kranke zeigt allgemeine Abgeschlagenheit und ist wenig belastbar.

Verdauungsprobleme, Magen-Darm-Beschwerden und Übelkeit sind ebenso festzustellen wie grippeähnliche Symptome und Lymphknotenschwellungen. Typisch für Hashimoto Thyreoiditis sind auch erhöhte Leberwerte und weiße, stecknadelgroße Flecken an den Unterarmen. Auch Fieber tritt häufig auf. In der Anfangsphase zeigt sich die Krankheit ähnlich wie eine leichte Überfunktion der Schilddrüse, geht aber dann in chronische Unterfunktion über.

Der Zusammenhang zwischen Hashimoto und Diabetes Mellitus

Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse kommen vermehrt zusammen mit einer Spätform von Typ-1-Diabetes vor. Jeder vierte Typ-1-Diabetiker hat auch Hashimoto Thyreoiditis. Bei Typ-1-Diabetes richten sich die Antikörper gegen die Insulin produzierenden Bauchspeicheldrüsenzellen. Der gleiche Vorgang kann auch bei Rheuma oder Zöliakie sowie vielen weiteren Stoffwechselkrankheiten stattfinden. Auf krankheiten-portal.de gibt es mehr Informationen zu Stoffwechselkrankheiten.

Die Behandlung von Hashimoto Thyreoiditis

Die Krankheit wird nicht durch Viren oder Bakterien erzeugt, daher kann man auch keine Antibiotika verabreichen. Wer an Hashimoto Thyreoiditis erkrankt, muss sein Leben lang Hormone einnehmen. Anfänglich sollte der Hormonspiegel häufig kontrolliert werden. Später genügen halbjährliche Kontrolluntersuchungen. Bei regelmäßiger Einnahme der Schilddrüsenhormone regulieren sich sämtliche Beschwerden in relativ kurzer Zeit.